Unser letzter Sommer – Buchvorstellung

„Sie konnte ihn nicht richtig spüren, konnte ihren Blick nicht fokussieren. Ihr ganzer Körper fühlte sich taub an, ihre Augen ließen sie im Stich.“

Mehr als nur eine Strandlektüre…

Es muss mittlerweile schon mehr als zwei Jahre her gewesen sein, als dieses Taschenbuch in meinen Besitz gewandert ist. Eine ganz nette Strandlektüre, doch gelesen wurde sie zunächst nicht, stattdessen geriet sie in meinem Bücherregal zwischen all den anderen Büchern in Vergessenheit.
Bis ich zu Beginn diesen Jahres zum ersten Mal wieder rauskramte, nichtsahnend, ohne jegliche Erwartungen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mich in eine Decke gekuschelt in unseren Wintergarten setzte und anfing zu lesen…

„Lieber wäre sie angekommen, als zu warten. Sie wäre auch lieber abgereist, als zurückzubleiben, aber so war es nie gewesen. Aus irgendeinem Grund war Alice immer diejenige, die warten oder ins Wasser springen musste.“

Es brauchte nur wenige Seiten, wenige Zeilen, wenige Wörter, bis ich vollkommen begeistert war. Vor kurzem habe ich das Buch ein weiteres Mal gelesen. Ich kann nicht einmal genau sagen, was mich an dem Buch so fasziniert, was es von anderen Romanen unterscheidet. Jedenfalls fühlte ich mich direkt angesprochen, verstanden.

Insgesamt würde ich sagen, dass sich dieses Taschenbuch trotz seiner sommerlichen Aufmachung nicht nur als Strandlektüre super geeignet ist, sondern sich durchaus auch mit einer Tasse heißem Tee, einer kuschligen Decke und dem ein oder anderen Stück Schokolade an einem freien Nachmittag gut macht. Aus diesem Anlass möchte ich euch heute einige Ausschnitte vorstellen und euch das Buch auch für kältere Tage ans Herzen legen.

Noch mehr Lieblingsworte:

„Er war ihr unendlich fremd, gerade weil er ihr ältester Freund war.“

„Wenn sie ihm so wichtig war- warum hatte er dann so lange nichts von sich hören lassen?“

„Ihre Eltern würden vor Angst sterben. Ihr Herz würde platzen. Alice würde sie umbringen, wenn sie noch am Leben war. Sie konnte es Paul nicht sagen.“

„Sie dachte: Bin ich am Ziel? Werde ich wissen, wann ich am Ziel bin? Bin ich überhaupt dafür bereit? Werde ich den Schritt in die Zukunft schaffen, oder werde ich es mit der Angst zu tun bekommen und im entscheidenden Moment kneifen? Werde ich es überhaupt merken, wenn ich mich von meinem alten Leben verabschiede? Werde ich, wenn ich zurückschaue, meine Vergangenheit wiedererkennen? Sie glaubte erkennen zu können, wann es soweit wäre.“

„Vielleicht kam Veränderung in tausenden winzigen Schritten, die als solche gar nicht besonders bedeutend schienen. Vielleicht bewegte sie sich jede Sekunde auf ihr neues Leben zu, egal, ob sie gerade darüber nachdachte oder nicht.“


Aus: Unser letzter Sommer von Ann Brashares

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