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Worte im März

Der erste Schritt zur Kreativität, sind nicht die ersten Worte, die auf das noch weiße Dokument getippt werden. Es sind auch nicht die ersten Striche, auf der Leinwand.
Der erste Schritt ist sich zu überwinden den Pinsel in die Hand zu nehmen, die Farben rauszusuchen. Der erste Schritt beginnt in dem Moment, in dem man den Mut zusammen nimmt, sich an den Schreibtisch setzt und seine Gedanken aufs Papier bringt.
Sich hinzusetzen und Zeit zu nehmen, seiner eigenen Intuition zu folgen, das ist der erste Schritt zur Kreativität.

Seiltänzer

Die Manege ist gefüllt.
Erwartungsvolle Gesichter.
Ein letzter Atemzug dann beginnt der Auftritt.
Das verzierte Gesicht schimmert im Rampenlicht.
Sachte einen Fuß vor den anderen.
Erst ganz vorsichtig. Noch schüchtern.
Erst so wenige Meter hinter ihr, so viele Meter unter ihr.
Das Seil fängt an zu wackeln.
Das vom silberglitzernden Kostüm umhüllte Bein beginnt zu zittern.
Das Publikum hält die Luft an. Ein unruhiges Tuscheln geht durch die Massen.
Ein Funken Unsicherheit.
Zweifel.
Totenstille.
Doch dann wieder gefasst.
Klare Gedanken.
Sachte einen Fuß vor den anderen.
Einen Fuß vor den anderen.
Einen Fuß vor den anderen.
Selbstbewusster.
Die schwarz getuschten Augen treffen auf das vertraute Gesicht in der Masse.
Ein aufmunterndes Lächeln.
Dieser Tanz wird ein Erfolg.
Die letzten Schritte.
Die Füße schweben über das Seil.
Noch einmal einen Fuß vor den anderen.
Der letzte Schritt am schwierigsten.
Da überkommt das Ego. Fast geschafft. Überheblich. Unkonzentriert.
Stille.
Klare Gedanken.
Ein letztes Mal überwunden und dann Applaus.
Mit dem Seil getanzt. Die Höhe besiegt.
Das Publikum ist begeistert.

zwischen Notizen auf meinem Handy

Wie kann man denn etwas vermissen, was noch gar nicht vorbei ist?
Wie kann ich denn etwas hinterher trauern, was noch gar nicht verschwunden ist?
Es muss nicht Mal der Sommer sein.
Die Sonnenstrahlen die ich vermissen werde.
Vielleicht auch dieses Gefühl.
Wärme und Freiheit.
Ich sehe bloß wie Zeit verstreicht.
Kann spüren wie ein Wind aufkommt.
Die Tage kürzer werden.
Das muss kein Zeichen für etwas schlechtes sein, bloß ein Zeichen für Veränderung.

Leben sind die kleinen Momente, eine Ansammlung davon. Das Leben ist der Alltag. Der Alltag ist das Leben.

02.03.2017

Die Seite von gestern ist beschrieben, daran können wir nichts ändern. Wir können keine Worte ausradieren, keine Zeilen wegstreichen oder Sätze ergänzen (…) Heute liegt ein neues Blatt vor dir, weiß und unschuldig, hör‘ auf zu zögern, es wartet nur darauf, dass eine neue Geschichte geschrieben wird.

25.03.2017

Ich hasse es erwachsen zu werden.
Ich hasse es älter zu werden.
Manchmal vergesse ich, dass nicht jeder dieses Privileg hat, dass ich dafür dankbar sein sollte.

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